Liebe Leserinnen und Leser,
es gibt Dinge, die sind „in“. Zu meiner Zeit waren es Glitzersticker, vor 10 Jahren hatte jedes Kind Diddle und heute heißen die „Must-have“ Nintendo DS und natuerlich Internet. Die Eltern unter Ihnen kennen seitenlange (Weihnachts-)Wunschliste des Nachwuchses. Wir Erwachsene sind „in“, wenn wir die Klaviatur der Social Media beherrschen. XING, Facebook, Twitter, Blog oder Google+ – unser soziales Umwelt passt heute auf 55 Quadratzentimeter, die Groesse eines Handys. Arbeit und Privat versteht sich. Doch braucht man all das wirklich und wie viel davon, um den Puls der Welt zu hoeren? Wie viel Fluch, und wie viel Segen steckt in Social Media, dieser virtuellen Lilliput-Welt, die niemals schlaeft? Meine klare Antwort heißt: Milchkaffee. Verzichten nein, aber Sie allein entscheiden ueber das Mischverhaeltnis.
Dies sind die News im Juli 2011
1. Aktuelles: Social Media – Neueste Studien zum Thema
2. Handwerkliches: Frisch gezwitschert – 140 Zeichen für Ihre Botschaft
3. Sprachliches: Ich denke, also spinn ich
4. Lustiges:Twitterpost
5. In eigener Sache: Die Worttaenzerin sucht neues Domizil
1. Aktuelles: Social Media – Neueste Studien zum Thema
Eine Studie der Sikom Software GmbH vom Mai 2011 erklaert, dass die meisten Verantwortlichen in den Bereichen Kundenkommunikation und Service den Social-Media-Kanaelen langfristig viel zutrauen. Andererseits seien aber auch viele Entscheider noch skeptisch, welche Herausforderungen durch Social Media auf die Unternehmen zukaemen. Einig sei man sich jedoch darin, dass an diesen Kanaelen langfristig kein Weg vorbeifuehre. Der ganze Beitrag: http://xiij.de/Studie_Social_Media_Sikom.
Laut einer Online-Blitzumfrage von news aktuell unter Fach- und Fuehrungskraeften aus der Kommunikationsbranche sehen 73 % der Befragten großen Weiterbildungsbedarf bei den Themen Social Media und Online-PR. Für 49 % werde die groesste Herausforderung sein, immer auf dem Laufenden zu bleiben. 45 % sehen eine Aufgabe darin, den Erfolg von Social-Media-Aktivitaeten nachzuweisen sowie zielgruppengerechte Ansprache zu sichern (38 Prozent) und ueber die rechtlichen Rahmenbedingungen im Social Web Bescheid zu wissen (30 Prozent).
Die Worttaenzerin twittert Ganz ehrlich: Bis vor drei Wochen habe ich jedem, der mich nach Twitter gefragt hat, unglaeubig bis entruestet geantwortet: „Habe schon genug um die Ohren. Wann soll ich das denn noch machen?“ Nun, seit gut 14 Tagen bin ich dabei und habe jetzt noch ein bisschen mehr um die Ohren… Schuld daran ist Norbert Schuster, www.strike2.de Doch dazu gleich mehr. Hier mein Twitteraccount für alle, die mir folgen und tagesaktuelle Informationen erhalten wollen: http://twitter.com/#!/Worttaenzerin
2. Handwerkliches: Frisch gezwitschert – 140 Zeichen für Ihre Botschaft
Falls Sie in naher oder ferner Zukunft dazu stoßen moechten, nachfolgend ein paar Zahlen zur Entwicklung, die Vorteile, die Ihnen bis dahin entgehen und was Sie jetzt schon vorausschauend tun sollten.
480.000 Accounts hatte Twitter im März 2011, weltweit sind es 160 Millionen (im Vergleich dazu Facebook: 650 Mio). Tendenz rapide steigend. Aktuelle Zahlen und Entwicklungen finden Sie auf www.http://webevangelisten.de. Laut Experten führt also kein Weg an Twitter vorbei. Sie sollten sich deshalb jetzt schon wenigstens Ihren (Firmen-)Namen für zukuenftige Twitteraktivitaeten sichern (vergleiche: Domainnamen-Gerangel), und einen Account anlegen. Das ist schnell gemacht und Sie brauchen erst einmal gar nicht aktiv werden. Ich selbst twittere als Worttaenzerin, da mein Blog den selben Namen hat, aber ich habe auch den folgenden (weniger aktiven) Account angelegt: http://twitter.com/#!/APROPOSTEXT.
Einmal angemeldet koennen Sie sich in Ruhe umschauen, welche Personen und Unternehmen twittern und welche Vorteile dieses Medium für Sie haben koennte. Was die Inhalte anbelangt gilt für Sie als Unternehmer das gleiche wie bei Broschueren, Websites und anderen Kommunikationsmitteln: Sie sollten eine Strategie entwickeln, was Sie ueber Twitter erreichen wollen. Dies koennte sein: Markt- und Zielgruppenbeobachtung, schnelle Informationsvermittlung in Kombination mit wohl dosierter (!) Werbung. Im Rahmen Ihrer allgemeinen Kommunikationsstrategie koennen und sollten Sie auch Twitter und Facebook integrieren. Ich helfe Ihnen gerne dabei.
Sie moechten es probieren? Dann empfehle ich Ihnen das Buch „Twittern fuer Manager“ (http://twittern-fuer-manager.de) vom ‚Twittercoach’ Norbert Schuster (uebrigens auch aus Kleinostheim). Hier steht alles drin, was Sie über das Thema wissen muessen. Er beschreibt (nicht nur für Manager), wie Sie Schritt für Schritt Ihren Account anlegen und sich in Twitter bewegen. Zahlreiche Praxisbeispiele ergaenzen diesen Praxisleitfaden. Falsch machen unmoeglich! Eine ausfuehrliche Rezension des Buches finden Sie in Kuerze auf meinem Blog: http://worttaenzerin.de
Vom Insider: Falls Sie sich wundern, wie andere Unternehmer es schaffen, in Social Media aktiv zu sein: Viele lassen externe Dienstleister (Ghostwriter) für sich twittern, posten und bloggen. Eine Ueberlegung wert? Dann sprechen Sie mich bitte an!
3. Sprachliches: Ich denke, also spinn ich
Fischteich-Effekt, Gummiband-Effekt, Walkman-Effekt, Dalai-Lama-Effekt, Cocktailparty-Effekt, Weihnachtseffekt, Romeo-und-Julia-Effekt, Laechelmasken-Syndrom… Zuerst dachte ich, Jochen Mai und Daniel Rettig haetten sich werbetexter-like ein paar griffige Titel für verschiedene Phaenomene oder Verhaltensmuster ausgedacht. Dabei handelt es sich tatsaechlich um bekannte Begriffe, die die beiden Autoren in einem Buch zusammengefasst haben. In elf Kapiteln aufgeteilt erfaehrt der Leser verschiedene bewusste und unbewusste Verhaltensmuster aus allen Lebensbereichen.
Alles in allem: Eine amuesante, locker geschriebene Unterhaltungslektuere (auch zum Verschenken) mit einigen Aha-Effekten und Einblicken in die Verhaltenspsychologie. Einige Hinweise kann man sogar für Werbemaßnahmen nutzen. Jochen Mai (Social Media Experte bei der Wirtschaftswoche und Autor der „Karrierefibel“) hatte mich um eine Rezension dieses vor kurzem erschienenen Buches gebeten. Voilà mein Urteil: http://xiij.de/Worttaenzerin_Buchrezension
4. Lustiges: Twitterpost
„Wo kann ich den Juli bitte umtauschen? Er ist undicht!“ (von @textzicke)
„So, alles Unwichtige haette ich dann heute schon mal erledigt“ (unbekannt)
„Haette ich zwei Katzen, hießen sie ‘Aronal’ (fuers Fruehstueck) & ‘Elmex’ (fuers Abendessen) (@ausserirdischer)
5. In eigener Sache: Neue Buehne fuer die Worttaenzerin
Die mit dem Wort tanzt sucht ein neues Zuhause ab Mitte/Ende Dezember. Das (Miet-)Objekt der Begierde steht in Aschaffenburg oder Umgebung, gerne auch wieder in Kleinostheim. 5-6 Zimmer sollte das Haeuschen mit Garten haben sowie eine gute (oeffentliche) Verkehrsanbindung. Ich freue mich ueber jeden Hinweis und bedanke mich fuers Augen und Ohren offen halten!
Es gibt sie noch, diese „Können Sie mir mal eine Probewand tapezieren“-Anrufe. Ich kannte sie bisher nur vom Hören-Sagen. Jetzt kann ich auch mitreden. Da ruft mich heute der Geschäftsführer eines Unternehmens an, der gerne mal nur die Startseite für seine Website betextet hätte. So zur Probe, um zu sehen, ob wir zusammenarbeiten können. Die anderen Seiten hätten die Mitarbeiterinnen bereits getextet. Er wollte mal sehen, welche sonstigen Fähigkeiten seine Damen haben. Ich habe ihm die Sache mit der Probewand erklärt. Überzeugt hat ihn allerdings erst meine Erklärung, warum ich keine einzelne Seite – ob mit oder ohne Vergütung – texten kann. Schließlich ist die Startseite Teil einer ganzen Website, und damit ein Puzzleteil, das zum Rest passen muss. Inhaltlich geht es um Absicht, Ziele und Zielgruppen. Drauflos schreiben, um einen leeren Platz zu füllen, ist da kaum zielführend.
Die Frage ist: Was will ich mit meiner Website erreichen? Informieren, verkaufen, positionieren? Hierfür ist oft ein ausführliches Briefing- oder Beratungsgespräch nötig. Schließlich ist eine Website eine 24-Stunden-Vertriebsmitarbeiterin, die – richtig gebrieft und geschult – rund um die Uhr, nachts und an Feiertagen und während des Urlaubs für Sie arbeitet. Vielen ist das nicht bewusst. Nicht wenige Unternehmen fangen erst an dieser Stelle an, sich über ihr Unternehmen und die Strategie Gedanken zu machen. Erst nachdem diese Vorarbeit gemacht ist, geht es an die Navigationsstruktur und ans Texten. Dass dabei die Startseite oft erst als letzte fertig wird, ist keine Seltenheit. Dann kommen da noch Dinge wie google-relevante Keywords oder sonstige Teaser hinzu. Also nichts, was man eben mal für eine Startseite ‘zur Probe’ zusammenschreibt. Was bestehende (fertige) Texte anbelangt, so kann es unter Umständen länger dauern, diese zu bearbeiten als ganz neue auf Basis der erarbeiteten Strategie zu schreiben. Vergleich: Falsch tapezierte Wand wieder schön machen ist schwieriger als eine leere neu zu tapezieren.
Jetzt ist es amtlich: Der Juli hat versagt. Auf voller Länge. Erst die fehlende Sonne, dann der viele Regen. Manche meinen, der Unmut wäre nur pessimistisches Gelaber notorischer Schwarzdenker. Menschliches Versagen? Von wegen! Unterstützung bekommt die Nation der Juli-Schlechtwetter-Verweigerer jetzt auch von den Vierbeinern. Beispiel heute morgen: Mein Hund verweigert seit Tagen nach spätestens 300 Metern das Weiterlaufen. Zunächst dachte ich, es sei eine vorübergehende Befindlichkeit. Wir Frauen kennen das ja. Wir haben Migräne oder Unterleibsbeschwerden oder es ist Vollmond. Dabei ist es das Wetter! Mein Hund teilte mir heute mit, dass sie sich hiermit hoch offiziell von dem Begriff “Hundewetter” distanziert. Sie fordert das richtige Wetter am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt: Ab sofort trockenes, sonniges Sommerwetter, Spielen und Verweilen im Wald, am Bach und im Garten. Sie ist bereit, landläufiges Hundewetter im Herbst, Winter und natürlich im April zu ertragen. Diese Zeit ist (für Frauchen) schon schwer genug. Aber im Sommer durch den Regen und Matsch rennen? Wisst ihr eigentlich, was das für Teddys weiße Pfoten bedeutet??
Einige gefellte Kompagnions hat sie bereits für sich gewinnen können und denkt nun über eine gemeinsame Offensive “gegen das anhaltende Hundewetter mitten im Sommer” nach. Sie ist bereit für ihren Traum zu kämpfen und sich als Vorstand eine nasse Nase zu holen. Ich als Frauchen unterstütze natürlich diese Eigeninitiative meines Hundes. “Teddy du kannst auf mich zählen! Ich bin täglich bei dir!”
Einige Ignoranten meidet sie seither konsequent. Wie heute morgen. Da stehen drei Hunde samt Besitzerinnen auf unserer Strecke und versperren uns den Weg. Zwei davon kann sie selbst bei schönem Wetter nicht leiden, also lasse ich mich überreden, den anderen Weg am Wald entlang auf dem Flurbereinigungsweg zu gehen. Das ist eh viel spannender für Hunde. Viele Mitbürger unseres Ortes bereinigen nämlich dort ihren Flur (oder besser: Küche und Bad). Bei erlaubten Tempo 30 funktioniert das auch prima. Man kann quasi en passant seinen “Flurmüll” aus dem offenen Autofenster werfen, ohne das jemand zu Schaden kommt. Diese, täglich aktualisierten, Informationen, mal für echte Spürnasen im Maisfeld, mal ganz offen am Straßenrand platziert, sind ein gefundenes Fressen für meine Teddy. Deshalb laufe ich ihr zuliebe dort auch wirklich gerne entlang!
Speziell heute bin ich sehr froh darüber, denn ich war mächtig stolz auf mein “Mädchen”. Gerade als wir am Ende des Flurbereinigungsweges in den Wald abbiegen wollen, steht da nämlich mitten auf dem Parkplatz ein herrenloser Hund. Bei solch verdächtigen Subjekten bleibt meine Dame erst einmal wie einbetoniert stehen und peilt die Lage. Bei näherer Beobachtung sehe ich ein einziges Auto mit genau einem Menschen lesend im Auto sitzen, und kombiniere scharf, dass es sich bei diesem überaus selbstständigen Hund um dessen Herrchen handeln musste. Offfensichtlich ist er gerade in eine Gebrauchsanweisung vertieft, wie man seiner Fellnase beibringt, selbstständig um den Wald laufend und sämtliche Geschäfte erledigend, ohne Schaden anzurichten nach einer Stunde den Weg zum Auto findet. Oder so ähnlich. Ich baue mich gestikulierend vor dem (ich glaube) Opel auf und erzwinge so die Aufmerksamkeit des älteren Herrn. Schließlich ist möglicherweise Gefahr in Verzug, weiß ich doch nicht, zu welchen Taten sein Vierbeiner fähig ist, wo doch meine zart besaitete Dame noch immer wie einbetoniert und für meine Begriffe ziemlich deplatziert auf der Kreuzung verharrt.
Hundeherrchen steigt aus, und ich sehe mich überwältigt von seiner Jeansshorts, in die neben seiner eigenen Beine auch die der anwesenden Hunde sowie meiner beiden locker reingepasst hätten. Trotz des gelungenen Überraschungseffektes gelingt es mir, meine Frage abzurufen: “Ist das Ihr Hund?” Er: “Es ist ein Mädchen!” Hä? Was will er mir damit jetzt sagen? Es ist ein freiheitsliebendes Mädchen, das selbst die lange Leine ablehnt? Es ist ein Mädchen, das sehr selbstständig und zielstrebig ist und mit sich selbst Gassi geht? Es ist ein Mädchen, und Frauen hören sowieso nicht auf mich? Letzteres scheint die offensichtlichere Antwort zu sein, denn sein Mädchen macht sich, ohne auf Herrchens zaghafte Rufe zu reagieren, gerade am Hinterteil meines Mädchens zu schaffen. Dummerweise steuern gerade zwei Autos auf die Kreuzung zu. Ich lasse eine Stoßbitte nach oben los, dass Teddy nicht (wie so oft) panisch in die falsche Richtung rennt, sondern cool, den anderen Vierbeiner ignorierend (das kann sie nämlich auch) weiterläuft. Was soll ich sagen? Sie setzt ihre eben noch einbetonierten Beine in Bewegung und läuft stolzen Hauptes entspannt zu mir rüber. Das ist eben MEIN Mädchen. )
Gute Nachrichten für Journalisten und Publizisten: Ein freier Journalist (und ich vermute stark, dass das auch für Texter zutrifft), der seine eigenen Texte auf einer eigenen Website veröffentlicht und vom Verkauf von Werbebanner lebt, ist laut neuestem Urteil des Bundessozialgerichts publizistisch tätig und muss von der Künstlersozialkasse (KSK) aufgenommen werden.
Ein freier Journalist hatte geklagt, weil die KSK ihn abgelehnt hatte mit der Begründung, es handle sich nicht um Einnahmen aus publizistischer Tätigkeit, sondern aus Werbung. Auch das Finanzamt stufte diese Einnahme als gewerbliche Tätigkeit ein.
All diese Argumente hat das Bundessozialgericht nun vom Tisch gefegt: Nach seiner Auffassung erfüllt der klagende Journalist alle Voraussetzungen für eine publizistische Tätigkeit und damit für die Aufnahme in die KSK. Er übe eine publizistische Tätigkeit erwerbsmäßig, “d.h. mit der Absicht aus, ein über der Geringfügigkeitsgrenze des § 3 Künstlersozialversicherungsgesetz liegendes Einkommen zur Finanzierung seines Lebensunterhalts zu erzielen”, so das Urteil. Es bestehe ein “untrennbarer wirtschaftlicher und inhaltlicher Zusammenhang zwischen seiner publizistischen Tätigkeit und seinen Werbeeinnahmen. Sie seien vergleichbar mit einem Honorar, das ein Verlag oder Redaktion bezahlen würden.
Auch die Einstufung des Finanzamtes als “gewerbliche Einnahme” trifft nicht zu, bestimmte das BSG. Es sei auch nicht wichtig, dass ein Verwerter fehle, der Beiträge an die KSK zahle, da es für solche Fälle den Bundeszuschuss zur Künstlersozialversicherung gebe.
Hier ist sie: die aktuellste Ausgabe von “Neues aus Samakita-Land”, Deutschlands bisher einziger Kindergartenzeitung, die von Kindern für Kinder geschrieben wird. Klar gibt es viele Kindergartenzeitungen, aber alle (zumindest meines Wissens nach) werden von Erwachsenen gemacht. In der Kindertagesstätte St. Markus machen Vorschulkinder ihre eigene Zeitung. Jedes Redaktionsteam schafft pro Jahr zwei Ausgaben. Die erste erschien im Februar und die zweite druckfrisch heute. Hier die Online-Ausgabe:
Blütenfrisch online geschaltet ist die Website der Organisationsberaterin und Diplom-Psychologin Uta-Barbara Vogel. Eine wesentliche Herausforderung für APROPOS.TEXT war neben der Konzeption und Navigation die USP-Beratung, also das Herausarbeiten des Alleinstellungsmerkmals. Keine ganz so leichte Aufgabe, tummeln sich doch viele Coaches und Consultants auf dem Markt, die doch meist alle das Gleiche machen. Letztendlich geht es darum zu erkennen, dass jeder Dienstleister eine Leistung immer in Verbindung mit seiner Persönlichkeit anbietet. Diese Mischung ergibt den Unterschied, der seine Leistung anders und einzigartig macht. Diese persönlichen Stärken zu entdecken und als nachvollziehbaren Mehrwert für den Kunden zu formulieren, das ist der Kern meiner Arbeit.
Frau Vogel:
„Frau Galijas-Lintens große Stärke sehe ich darin, dass sie sehr zielgruppenorientiert textet, denkt und berät. Ihr Feedback war stets klar, zutreffend und förderlich. Mit ihrer Hilfe arbeiteten wir den Unterschied heraus, zwischen dem, was für mich in meiner Arbeit wichtig ist, und dem, was für Kunden wichtig ist. So gelang es, einen ausgewogenen Text für meine Website zu erarbeiten, der Kunden anspricht und mir gleichzeitig treu bleibt.“
Fischteich-Effekt, Gummiband-Effekt, Walkman-Effekt, Dalai-Lama-Effekt, Cocktailparty-Effekt, Weihnachtseffekt, Romeo-und-Julia-Effekt, Lächelmasken-Syndrom… Zuerst dachte ich, Jochen Mai und Daniel Rettig hätten sich werbetexter-like ein paar griffige Titel für verschiedene Phänomene oder Verhaltensmuster ausgedacht. Dabei handelt es sich tatsächlich um bekannte Begriffe, die die beiden Autoren in einem Buch zusammengefasst haben. In elf Kapiteln aufgeteilt erfährt der Leser verschiedene bewusste und unbewusste Verhaltensmuster aus allen Lebensbereichen.
Im Kapitel “Fix und fertig” lernen wir u.A., warum wir uns nicht entscheiden, obwohl wir sollten, warum wir uns dem Fortschritt verweigern oder warum wir einer Aussage umso eher glauben, je öfter wir sie hören. Das ist dann die Entscheidungsparalyse, der Semmelweis-Effekt und der Wiederholungs-Effekt.
Einblicke in unsere Arbeitsweise bietet “Ort und Stelle”. Die Phänomene reichen vom Waltercooler-Effekt über den Exzellenz-Effekt bis zum Jetzt-ist-es-auch-egal-Effekt.
Alle Effekte werden durch nationale und internationale Studien und zahlreiche Beispiele untermauert bzw. greifbar gemacht. Hin und wieder geben mir die beiden Tipps an die Hand, was ich besser oder anders machen kann. Am Ende jedes Kapitels gibt es eine Zusammenfassung für den schnellen Aha-Effekt.
Zusammenfassung: Gut zu wissen, dass es anderen Menschen oft genauso geht wie mir. Offensichtlich sind viele Verhaltensweise so weit verbreitet, dass sie zu Phänomenen oder Effekten mit eigenem “Wiedererkennunswert” zählen.
Warum wir uns oft anders verhalten, als wir wollen – das ist der Untertitel des Buches – wird an vielen Stellen mit Studien- und Testergebnisse beantwortet. Einige Ergebnisse sind so spannend und interessant, dass ich sie bei Gelegenheit austesten werde. Zum Beispiel der Denominations-Effekt oder warum das Geld zwischen den Fingern zerrinnt. Wer weniger Geld ausgeben möchte, sollte mehr Scheine im Geldbeutel haben statt Münzen. Tests haben eindeutig nachgewiesen, dass der selbe Betrag in Münzen viel schneller ausgegeben wird als ein Geldschein im selben Wert. Oder Der Restorff-Effekt: Was hervorsticht, behalten wir besser. Dies werde ich in der nächsten Anzeigenkampagne gleich mal austesten.
Alles in allem: Eine nette, locker geschriebene Unterhaltungslektüre mit einigen Aha-Effekten und Einblicken die Verhaltenspsychologie.
“Wer souverän auftritt, verdient besser.” ergab eine Online-Blitzumfrage von newsaktuell. Befragt wurden 1.478 Fach- und Führungskräfte aus der Kommunikationsbranche in der Zeit vom 16. bis 20. Juni 2011.
Wer in der PR-Branche überdurchschnittlich viel verdienen möchte, der sollte ein sicheres Auftreten haben und viel Zeit in Netzwerken investieren. Fachwissen oder Textkompetenz seien laut Umfrage weniger wichtig für den Erfolg. 37 % der befragten Agenturinhaber, Pressesprecher und PR-Fachleute stimmten der Aussage zu, dass “sicheres Auftregen” zu überdurchschnittlichem Einkommen in der PR-Branche verhelfen könne. Umfangreiches Netzworken wird fast genauso oft genannt, während 32 % durchdachte Konzeption als wichtig empfinden, noch vor jahrelanger Erfahrung mit 29,1 %. Weniger Bedeutung wird der kreativen Ideenfindung, dem sicheren Präsentieren oder hohe Textkompetenzen beigemessen.
Mit 73 % der Befragten sind sich die meisten einig, dass großer Weiterbildungsbedarf bei den Themen Social Media und Online-PR vorliegt. Die größte Herausforderung werde dabei sein, immer auf dem Laufenden zu bleiben, meinen 49 Prozent der Teilnehmer. Fast genauso viele, nämlich 45 %, sehen eine Aufgabe darin,den Erfolg von Social-Media-Aktivitäten nachzuweisen sowie zielgruppengerechte Ansprache zu sichern (38 Prozent) und über die rechtlichen Rahmenbedingungen im Social Web Bescheid zu wissen (30 Prozent).
Kennen Sie den Vodafone-Störer, der nackt aufs Fußballfeld stürmt? Oder die Jet-Werbung “Günstiger Tanken. Geld für Kondome haben.”, die vielen gesellschaftlichen und politischen Organisationen sauer aufstieß. Vielleicht den Werbebrief von Roland Berger, der zufällig in die Hände seines größten Mitbewerbers ging? Einige witzige Ausrutscher hat das deutsche Institut für Marketing herausgegraben:
Es gibt wenige Veranstaltungen, auf die ich mich richtig freue. So richtig, dass ich nach dem Event kaum erwarten kann, das nächste Jahr zu erleben. Eine davon ist die Tanzgala”A night to remember”. Veranstalter sind Motsi Mabuse und Timo Kuczak (zweifache deutsche Meister Latein) und Sascha und Natascha Karabey (mehrfache deutsche Meister Standard). Frei von Turnierzwängen erlebt man an dem Abend internationale Meisterpaare, die Musik frei von Vorgaben individuell interpretieren und zur Kunst in Perfektion machen.
Eingebunden ist der Abend in ein 4tägiges Camp beim Tanzsportclub Schwarz-Gold in Aschaffenburg, bei dem Alt-Weltmeister (the who-is-who der Tanzbranche) junge Amateure und Professionals trainieren. Neben Motsi und ihrem neuen Tanzpartner Evgenij Vosniuk sind meine absoluten Favoriten die kanadischen Meister Andre und Natalie Paramonov. Die diesjährige Show war auch klasse, jedoch ganz anders als die vom letzten Jahr. Die hatte mich regelrecht weggebeamt:
Und die beiden sind dazu noch extrem nett und sympathisch!